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26/08/2011

Nachdem wir verstanden haben, was Feuchtigkeit ist, wollen wir uns einmal anschauen, warum Feuchtigkeit so wichtig für unser Wohlbefinden ist. Unser Körper ist eine sehr empfindliche Maschine, die eine möglichste konstante Temperatur halten muss, damit sie richtig funktioniert. Wenn die Temperatur ansteigt, reagiert der Körper mit entsprechenden Gegenmaßnahmen, deren Erläuterung dicke medizinische Wälzer füllen würde. Wir wollen uns deshalb an dieser Stelle auf die Feststellung beschränken, dass die Abgabe der überschüssigen Wärme in erster Linie über die Haut erfolgt. Wenn eine größere Wärmemenge abgegeben werden muss, beginnen wir zu schwitzen: Die Haut wird vom Schweiß befeuchtet, der bei Kontakt mit der Luft anfängt zu verdunsten. Die Verdunstung macht eine große Wärmemenge erforderlich, die der Haut entzogen wird und damit auch dem Körper. So ist der Körper in der Lage, sich auf die korrekte Temperatur abzukühlen. Alles das funktioniert dann ausgezeichnet, wenn die Luftfeuchtigkeit ausreichend niedrig ist, um für ein rasches Verdunsten vom Schweiß und damit für eine wirksame Abkühlung zu garantieren. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit dagegen bleibt der Schweiß auf der Haut und die Körpertemperatur steigt, was dazu führt, dass wir uns schlapp fühlen, ganz typisch zum Beispiel für schwüle Tage. Starkes Schwitzen führt außerdem zum Verlust von Mineralstoffen, wodurch die Situation weiter verschlechtert wird. Umgekehrt kann auch eine zu geringe Luftfeuchtigkeit gesundheitsschädlich sein. So führt eine zu starke Verdunstung zum Beispiel zur Reizung der Nasenschleimhäute und der Bronchien.
Neueste Untersuchungen haben gezeigt, dass die idealen Bedingungen für das Wohlbefinden einer Person mit sitzender Tätigkeit und leichter Kleidung eine Raumtemperatur von 23-25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40-60% sind. Auch viele Materialien reagieren empfindlich auf Luftfeuchtigkeit. Bei zu hoher Feuchtigkeit oxidieren Metalle und Leder, Pelze und Stoffe neigen zur Schimmelbildung, ebenso wie bestimmte Lebensmittelprodukte. Möbel, Gemälde und Fresken leiden unter Feuchtigkeit und die Schimmelbildung führt zu einem ungesunden Raumklima. In anderen Fällen dagegen kann eine zu geringe Feuchtigkeit zu Problemen führen, z.B. in der Textilindustrie, wo die verarbeiteten Garne bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit spröde werden, sodass die Maschinen nicht mit optimaler Geschwindigkeit gefahren werden können, oder in großen Kühlräumen für Obst und Gemüse, bei denen zu niedrige Luftfeuchtigkeit zu Gewichtsverlust und Welken führen kann.
Eine geringe Luftfeuchtigkeit fördert auch die Bildung elektrostatischer Ladungen, die nicht nur dazu führen, dass man einen "Schlag" bekommt, wenn man Metallteile anfasst, sondern auch zu Funktionsstörungen bei verschiedenen industriellen Prozessen führen können. Andere Situationen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit erforderlich machen, sind zum Beispiel Standorte wie Gewächshäuser, in denen Blumen oder Pilze gezogen werden. Das alles zeigt, dass die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit oft sowohl für das Wohlbefinden der Menschen als auch aus technischen Gründen notwendig ist.
Zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit wurden Geräte zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit (LUFTBEFEUCHTER) und Geräte zur Reduzierung der Luftfeuchtigkeit (LUFTENTFEUCHTER) entwickelt, sowie Geräte zur Steuerung der Luftbefeuchter und Luftentfeuchter, um die gewünschte Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten (HYGROSTAT).
Die Luftbefeuchter lassen sich in zwei Kategorien unterteilen:
- Adiabatische Luftbefeuchter (mit Zerstäuber)
- Dampf-Luftbefeuchter
Auch die Luftentfeuchter lassen sich in zwei Kategorien unterteilen:
- Luftentfeuchter mit Kühlkreislauf
- Luftentfeuchter mit Absorption
Die Auswahl vom Gerät, das sich für eine bestimmte Anwendung eignet, wird sowohl von Standortfaktoren als auch von technischen Faktoren beeinflusst und muss deshalb mit Unterstützung durch einen Fachmann erfolgen.

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